Die Regelbauweise ist die ungebundene Verlegung der Elemente in Brechsand/Splittgemische ohne Bindemittel. Unter besonderen Belastungen und Reinigungsanforderungen versagt die traditionell überkommene Bauweise rasch. Die gebundene Elementbauweise wird in den deutschen Regelwerken weder erwähnt noch entsprechend ihrer Bedeutung behandelt. Im Gegenteil: Die Formulierungen der alten DIN 18318 waren im Hinblick auf die dort beschriebenen Mörtelspezifikationen unbrauchbar. Sie wurden bei der Neuformulierung dementsprechend gestrichen, erstaunlicherweise aber nicht durch den bekannten Stand der Technik ersetzt.

Doch auch in das deutsche Regelwerk für den Elementstraßenbau (Pflaster und Platten) kommt Bewegung. Hinweise und Empfehlungen für eine geeignete Mörtelbauweise (gebundene Elementbauweise) wurden in Form des FGSV-Arbeitspapiers Nr. 618/2 (Flächenbefestigungen mit Pflasterdecken und Plattenbelägen in gebundener Ausführung) erstellt, welches den derzeitigen Stand der Technik widerspiegelt. Verbindliche Vorschriften sind allerdings erst in einigen Jahren zu erwarten.

Im europäischen Ausland gibt es als Empfehlung praktikable Beschreibungen geeigneter gebundener Elementbauweisen. Großbritannien hat eine konstruktive Norm, die für hoch belastete Straßen und Plätze die gebundene Bauweise vorschreibt und die erforderlichen Mörteleigenschaften detailliert beschreibt (BS 7533, Part 7, 10 und 12). STEIN TEC® Mörtel erfüllen bzw. übertreffen diese hohen Anforderungen.

Besonders ist in Bezug auf die „Mindestfugentiefe“ zu beachten: Vielfach wird als „Mindestfugentiefe“ ein Wert von 30 mm angegeben. Dieser Wert hat seinen Ursprung in der überholten DIN 18318. In der DIN 18318-2006 wird ausschließlich auf eine Fugenfüllung mit dauerelastischen Pflasterfugenmassen entsprechend TL Fug-StB / ZTV Fug-StB hingewiesen. Fugenfüllungen mit zementgebundenem Mörtel für die gebundene Ausführung von Elementbelägen sind mit 30 mm im Allgemeinen nicht ausreichend (Ausnahme Mosaikpflaster).

Das im August 2007 erschienene Arbeitspapier der FGSV Nr. 618/2 „Flächenbefestigungen mit Pflasterdecken und Plattenbelägen in gebundener Ausführung“ weist darauf hin, dass die freie Fugenhöhe mindestens zwei Drittel der Pflasterstein- bzw. Plattendicke betragen muss. Vor dem Verfüllen der Fugen müssen diese von Staub und losen Bestandteilen befreit werden.

Danach ist der verbleibende Fugenraum vollständig mit Fugenmörtel auszufüllen, wobei der aufgestiegene, unverdichtete Bettungsmörtel kraftschlüssig eingebunden sein muss.

STEIN TEC® Mörtel unterliegen in der Produktion einer laufenden qualitativen Eigen- und Fremdüberwachung. Sie werden in allen für die Praxis relevanten Eigenschaften streng kontrolliert. So wird für den Nachweis der Frost- und Taumittelwiderstandsfähigkeit (bei Fugenmörteln) ein Frostversuch in 3 %-iger Kochsalzlösung vorgenommen. Nach diesem Test dürfen Druckfestigkeit und Schalllaufzeit (als unbestechliches Maß für die Zerstörungsfreiheit) nicht mehr als 10% abgenommen haben! Eine unbarmherzige Prüfung der für die Langzeitbeständigkeit erforderlichen Eignung.

Bitte beachten Sie unsere obenstehenden Hinweise beim Lesen dieser Seiten sowie bei der Formulierung von Leistungsanforderungen und der Bewertung von Leistungsbeschreibungen. Wir bieten Ihnen bei Ihren Projekten eine qualifizierte Beratung.

Granitplatten

Verfugung einer Granitplattenfläche mit STEIN TEC® Fugenmörtel HD 02 - 1K.

Granitpflaster

Das gezeigte Granitpflaster ist 15 cm dick und wird durch Temperaturspannungen glatt durchgerissen. STEIN TEC® Fugenmörtel sind schwindreduziert und erreichen extrem hohe Haftzugfestigkeiten.