Produktbeschreibung

STEIN TEC® Fugenmörtel HD 02 S - 1K ist ein hydraulisch schnellbindender Werktrockenmörtel mit anwendungsspezifischen anorganischen und organischen Zusätzen. Er ist bis zu schwersten Belastungen sowie für Sonderbauweisen ausgelegt. Seine höhere Abbinde- und Erhärtungsgeschwindigkeit ermöglicht eine frühere Ingebrauchnahme der Fläche und erhöht die Eignung für die Verarbeitung bei kalter Witterung ab 5° C – wenn keine Nachtfröste zu erwarten sind. Selbstverständlich ist er frost- und taumittelbeständig. STEIN TEC® Fugenmörtel HD 02 S - 1K zeichnet sich aufgrund seiner besonderen Zusammensetzung durch ein hohes Fließvermögen bei gleichzeitig sehr guter Stabilität gegen Entmischung und durch ein hohes Selbstentlüftungsvermögen aus. Er ist somit selbstverdichtend und benötigt daher keine maschinelle Verdichtung. Die zuvor genannten Eigenschaften bewirken in Verbindung mit seinem schnellen, definierten Abbindeverhalten eine hervorragende Verarbeitbarkeit sowie einfachste Reinigung der eingeschlämmten Flächen.

STEIN TEC® Fugenmörtel HD 02 S - 1K erfüllt bzw. übertrifft in seinen Eigenschaften die Anforderungen des FGSV-Arbeitspapiers Nr. 618/2 (Flächenbefestigungen mit Pflasterdecken und Plattenbelägen in gebundener Ausführung). STEIN TEC® Fugenmörtel HD 02 S - 1K ist in seinen Eigenschaften optimal auf STEIN TEC® Bettungsmörtel BM 04 bzw. BM 04 S abgestimmt und ist zur Verfugung aller Pflasterdecken und Plattenbeläge aus Naturstein, Betonstein und Klinker geeignet. Unbedingte Voraussetzung ist eine gebundene Bettung mit ausreichendem Haftverbund zum Belagselement.

STEIN TEC® Fugenmörtel HD 02 S - 1K ist als Sackware im 40 kg Sack in den drei Standardfarben hellgrau, mittelgrau und dunkelgrau erhältlich.

Auf Wunsch können weitere technisch machbare Farben geliefert werden (ab 2,4 t Mindestabnahme).

Eigenschaften

  • beschleunigt abbindend/erhärtend
  • früh belastbar
  • hohe Druckfestigkeit
  • hohe Haftzugfestigkeit
  • wasserundurchlässig
  • frost- und taumittelbeständig
  • schwind- und spannungsarm
  • polymermodifiziert
  • sehr gute Verarbeitbarkeit
  • selbstverdichtend
  • eingeschlämmte Fläche sehr gut zu reinigen
  • pumpbar

Wichtige Hinweise

Die Bettung muss aus dränfähigem Mörtel bestehen und mindestens der Festigkeitsklasse C 25/30 entsprechen. Wesentlich besser geeignet ist wegen angepasstem Schwind- und Verformungsverhalten sowie unbeschränkter Frostbeständigkeit wasserdurchlässiger STEIN TEC® Bettungsmörtel BM 04 bzw. bei gewünschter Frühbelastung STEIN TEC® Bettungsmörtel BM 04 S. Bei Betonsteinen/-werksteinen, bei Plattenbelägen sowie allgemein bei glatten, ebenen (z. B. gesägten) Elementunterseiten sollte zusätzlich STEIN TEC® Haftkleber Haftfix eingesetzt werden. Pflastersteine und Platten müssen sauber d. h. staub- fett- und ölfrei sowie frei von Anhaftungen und Verunreinigungen (z. B. Schneid- oder Schleifschlämmen) sein.

Der nach dem Versetzen der Elemente verbleibende Fugenraum muss in einem Arbeitsgang vollständig mit STEIN TEC® Fugenmörtel HD 02 S - 1K aufgefüllt werden. Bei Mosaikpflaster muss die Fugentiefe mindestens 3 cm betragen. Das durch das Versetzen der Elemente in der Fuge aufgestiegene unverdichtete Bettungsmaterial muss nach dem Verfugen kraftschlüssig mit dem Fugenmörtel verbunden sein. Fugenvorverfüllungen mit Mörteln oder sonstigen Fugenfüllungen sind nicht zulässig.

Beim Verfugen sind die Tages-/Arbeitsabschnitte der Verlegung mit den Tages-/Arbeitsabschnitten der Verfugung mit mindestens 1,0 m besser 1,5 m Abstand zu überlappen.

Bei der Verlegung und Verfugung von Pflastersteinen und -platten in gebundener Bauweise gelten die einschlägigen Vorschriften und anerkannten Regeln der Technik wie DIN 18318, ZTV Pflaster-StB und das Merkblatt M FP soweit für die gebundene Bauweise anwendbar sowie das FGSV-Arbeitspapier Nr. 618/2 (Flächenbefestigungen mit Pflasterdecken und Plattenbelägen in gebundener Ausführung). Besonders wichtig ist ein ausreichend tragfähiger, den späteren Belastungen entsprechend ausgelegter Oberbau. Für Verkehrsflächen auf denen Schwerverkehr zu erwarten ist sind die Anforderungen hinsichtlich Aufbau und Tragfähigkeit nach der Tafel 3, (Bauklasse III gemäß RStO 01) bzw. Belastungsklasse 3,2 gemäß RStO 12 festzulegen.

Verarbeitung & Einbau

Die Verfugung sollte, abhängig von der Witterung, am Folgetag, spätestens jedoch 48 Stunden nach der Verlegung erfolgen. Ist eine Verfugung nur zu einem späteren Zeitpunkt möglich, stimmen Sie sich hierzu bitte mit unserer Technik ab.

Die Verarbeitung erfolgt in der Regel im Einschlämmverfahren. Einzuschlämmende Fläche gut vornässen (kein stehendes Wasser in den Fugen). STEIN TEC® Fugenmörtel HD 02 S - 1K im Zwangsmischer oder mit Rührwerk nur mit sauberem kaltem Wasser (Zugabemenge siehe Technisches Merkblatt oder Sackaufdruck) fließfähig und klumpenfrei anmischen. Anschließend den Fugenmörtel sofort mit einem Gummischieber langsam und sorgfältig in die Fugen einbringen. Eingeschlämmte Fläche bis zur Reinigung mit weichem Wasserstrahl ständig feucht halten. Nach ausreichender Eindickung des Fugenmörtels Fläche mit weichem Wasserstrahl oder Bandreinigungsmaschine sauber reinigen.

Die verfugte Fläche ist nachzubehandeln. Nähere Angaben siehe Technisches Merkblatt STEIN TEC® Fugenmörtel HD02–1K.

Anmischen

Anmischen des Fugenmörtels mit Mischschaufel für Radlader.

Füllverhalten

Bemerkenswert ist das hervorragende Füllvermögen des STEIN TEC® Fugenmörtels wodurch eine vollständige Füllung des Fugenraums bei gleichzeitig einfachster Verarbeitbarkeit sichergestellt wird.

Feucht halten

Feucht halten der frisch eingeschlämmten Fläche bis zur Reinigung.

Reinigung

Reinigung einer eingeschlämmten Rinne mit weichem Wasserstrahl.

Reinigung

Reinigung mit Bandreinigungsmaschine bei Großpflaster.

Reinigung

Reinigung mit Bandreinigungsmaschine bei Granitplatten.

Granitfläche

Granitplattenfläche nach Reinigung mit Bandreinigungsmaschine.

Pflasterfläche

Pflasterfläche nach Reinigung mit Reinigungslanze.

Ingebrauchnahme

Die Freigabe der Pflaster- oder Plattenfläche für Belastungen richtet sich nach dem Stand der Festigkeitsentwicklung von Bettungs- und Fugenmörtel.

Dieser hängt in erster Linie von den Temperaturverhältnissen während der Verarbeitung und Erhärtung der beiden Mörtel ab und kann daher nicht allgemeingültig vorhergesagt werden.

Alle nachfolgend aufgeführten Zeitangaben beziehen sich auf eine Temperatur von 20° C und gelten - wegen des entsprechend erforderlichen Festigkeitsniveaus des Bettungsmörtels - nur in Kombination mit STEIN TEC® Bettungsmörtel BM 04 S und gegebenenfalls STEIN TEC® Haftkleber Haftfix. Die Fläche ist 1 Tag nach der Verfugung begehbar. Leichte Befahrung (PKW) ist nach frühestens 3 Tagen möglich. Volle Belastung darf erst nach vollständiger Erhärtung (im Regelfall 14 Tage) erfolgen.

Der jeweiligen Tabelle „Technische Daten“ ist die Festigkeitsentwicklung bei einer konstanten Umgebungstemperatur von 20 °C zu entnehmen. Bei erforderlicher Frühbelastung empfehlen wir die Kombination mit STEIN TEC® Bettungsmörtel BM 04 S oder die Kombination von STEIN TEC® Bettungsmörtel BM 04 S mit STEIN TEC® Fugenmörtel SF 02 - 1K.

Technische Daten

FUGENMÖRTEL HD 02 S - 1K Patent Nr. DE 599 14 533
Bindemittelbasis hydraulisch bindende Spezialzemente
Mindestverarbeitungstemperatur 5° C, frei von Nachtfrösten
Verarbeitungszeit Einschlämmen bis ca. 30 Minuten bei 20° C
Reinigung nach ca. 1 Stunde bei 20° C Eingeschlämmte Fläche muss bis zur Reinigung ständig feucht gehalten werden
Verbrauch ca. 1,6 kg Trockenmörtel / Liter Fugenraum
Fugenbreite mindestens 5 mm
(nach FGSV-Arbeitspapier Nr. 618/2 mindestens 6 mm)
Fugentiefe volle nach dem Versetzen verbleibende Fugentiefe, Mosaikpflaster mindestens 3 cm
Fugenvorverfüllung nicht zulässig
Druckfestigkeit nach 1 Tag (20° C) * > 25 N/mm2
Druckfestigkeit nach 7 Tagen (20° C) * > 45 N/mm2
Druckfestigkeit nach 14 Tagen (20° C) * > 50 N/mm2
Druckfestigkeit nach 28 Tagen (20° C) * > 55 N/mm2
Haftzugfestigkeit 1) > 3,0 N/mm2
Festmörtelrohdichte 2.000 kg/m3
E-Modul < 23.500 N/mm2
Wasserundurchlässigkeit ja
Frost-Taumittel-Widerstandsfähigkeit nachgewiesen
Nach CDF-Test Abnahme der Schalllaufzeit < 1,5%
Nach CDF-Test Abwitterung < 50 g/m2
Alle Werte an Laborprüfkörpern in Einbaudichte bei 20° C im angegebenen Prüfalter bzw. nach 28 Tagen ermittelt.
1) Ermittlung der Haftzugfestigkeit an Plattengrundkörper nach DAfStb-Richtlinie „Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen, Teil 4“.
Technische Änderungen vorbehalten.
Wichtiger Hinweis
Lagerfähigkeit (ab Produktionsdatum) 6 Monate in trockenen, kühlen Räumen.
* Die Verminderung der Temperatur auf 10° C verdoppelt die nötige Erhärtungszeit. Bei einer Absenkung auf 5° C wird diese vervierfacht.

Das Technische Merkblatt können Sie hier downloaden.